Mehr als 1700 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 3 und 18 werden in Kinderheimen, Wohngruppen und anderen sozialen Einrichtungen in Belarus untergebracht. Diese Kinder sind daher auf staatliche Unterstützung angewiesen.

In Pandemie-Zeiten ist der Hilfebedarf besonders gestiegen. Die Corona-Pandemie hat die Mitarbeitenden an ihre Grenzen gebracht: den Fachkräften fehlten angemessene Qualifikation und Wissen, um ein möglichst sicheres Umfeld in Pandemie-Zeiten zu schaffen und Kinder vor einer Ansteckung zu schützen. Zudem war die materielle Ausstattung in den Heimen auch schon vor der Corona-Krise unzureichend, die Heimmitarbeiter berichteten, dass der Mangel an Schutz – und Hygieneartikeln sei kritisch geworden. In der Situation war es unmöglich sogar Grundhygiene zu gewährleisten. Es fehlte den Einrichtungen mitunter an Flächendesinfektion, Händedesinfektion, Einweghandschuhe, Atemschutzmasken.

Das Hauptziel des Projekts bestand darin, den Grundschutz gegen Corona den sozial benachteiligten Kindern zu sichern, Hygieneerziehung langfristig zu fördern und somit das Recht auf Gesundheit den Heimkindern in Belarus zu sichern.

Im Laufe des Projektes wurden:

  • Desinfektions- und Schutzmittel den Kinderheimen in Belarus bereitgestellt. Nach der Bedarfsanalyse wurde die Liste der am meisten benötigten Artikel zusammengestellt. Unter anderem wurden Infrarot-Fieberthermometer, Desinfektionsmittel, Desinfektionsmittelspender, Schutzmasken, UV tragbare Desinfektionslampe gekauft und verteilt.
  •  Im Rahmen von Web-Konferenzen wurde ein umfangreiches Programm zur Hygieneerziehung und Corona-Erklärung bei Kindern erarbeitet und an die konkreten Bedürfnisse des Kinderheimes angepasst.

Die an dem Projekt gearbeiteten Experten und Ärzten warnen zudem von „Burnout“ bei Heim-Mitarbeitern: viele sind überfordert, seelisch und körperlich.Auch aus diesem Grund war das Projekt besonders wichtig: durch die im Projekt vorgesehene Web-Konferenzen haben die Heim-Fachkräfte nicht nur das Wissen im Bereich Kindergesundheit und -betreuung & Umgang mit digitalen Medien vertieft und konkrete Handlungsempfehlungen bekommen, sondern auch ein enges professionelles Netzwerk erstellt, was besonders wichtig für Stressabbau und Fachaustauch ist.  An dieser Stelle muss man aber Engagement und Lernbereitschaft von Fachkräften besonders unterstreichen.

 

  • Hygieneerziehung und Corona-Erklärung bei Kindern

Durch Seminare und Spiele (Kleingruppen) wurden den Kindern wichtigste Tipps zum Schutz vor dem Virus vermittelt. Dabei wird großen Wert auf Hygieneerziehung gelegt. Bedeutsamkeit der Hygiene, wichtigste Hygiene- und Körperpflege- Tipps wurden durch Spielen vermittelt. Da Hygieneerziehung besonders bei Heim-Kindern oft unterschätzt ist, soll diese nicht nur zum Schutz vor dem Virus beitragen, sondern auch ihr Selbstbewusstsein und ihre Gesundheit langfristig fördern, sie auf dem Weg in die Selbständigkeit unterstützen. Gerade für Heim-Kinder ist es von großer Bedeutung, da nach der Entlassung aus der Erziehungseinrichtungen sind die Jugendliche oft kaum für ein eigenverantwortliches Leben vorbereitet.

Die Wirkung des Projekts ist daher schwer zu überschätzen. Nur direkt kam das Projekt den mehr als 1700 Kindern und 480 Heim-Mitarbeitern zugute. 

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